Historisches

 

Historie St. Mauritius und Wagenstadt

Die Mauritiuskirche kann auf eine lange Tradition zurückblicken - die Pfarrkirche St. Mauritius wird 1371 erstmals erwähnt, wobei zuvor bereits eine Kirche am selben Platz stand. Die letzten Zeugen jener Kirche im gotischen Stil sind das Sakramentshäuschen und das Gewände der Sakristeitür.
Die Reformationszeit war für die katholische Pfarrgemeinde Wagenstadts besonders schwer. Alle Änderungen in der Herrschaft des Hauses Baden-Baden musste die Bevölkerung mitmachen. 1553 wurde der Übertritt zur Reformation vollzogen. 1634 erhielt Wagenstadt wieder einen katholischen Pfarrer.
Seit 1668 war die Kirche in Wagenstadt Simultankirche. Dies blieb auch nach dem Kirchenbau von 1741 so bis 1971.
Leider gingen im 17. Jahrhundert durch Kriegswirren alle wertvollen Zeugnisse verloren. Aber wir wissen, dass diese Kirche trotz aller Schwierigkeiten etwa 250 Jahre lang katholischen und evangelischen Christen der Orte Wagenstadt und Tutschfelden neben­einander als Ort der Anbetung und des Gottesdienstes gedient hat. So wurde das, was wir heute „ökumenisches Miteinander“ nennen, schon jahrhunderte­lang in Wagenstadt eingeübt. 1972 wurde der Neubau der evangelischen Kirche eingeweiht und damit dieser Art des Miteinanders ein Ende gesetzt.
1973/74 wurde die Kirche in ihrer jetzigen Form renoviert. Beim Abtragen des Hochaltars wurde auf der Chorwand eine spätbarocke illusionistische Dekorationsmalerei sichbar, die aus dem späten 18. Jhdt. stammt. In ihrer Mitte steht eine spätgotische Madonna. Altar und Ambo gestaltete Herr Hänger, Ravensburg. Die Fenster sind ein Werk von Herrn Pensgen, Düsseldorf. Die Kreuzwegstationen wurden vom Bildhauer Wolfgang Kleiser, Hammereisenbach, geschnitzt (1981). Am Mauritiusfest 1989 konnte eine neue Statue des Kirchenpatrons (geschnitzt von Bildhauer Michael Fischer) geweiht werden. Von besondere Bedeutung ist die Orgel. Sie ist ein Werk der Gebrüder Stieffel.
(Infobroschüre der SE Herbolzheim, 2014, Aus der Geschichte der Pfarrgmeinde St. Mauritius, Faltblatt anlässlich des Patroziniums 1989)
 
Wagenstadt wird 1277 als den Herren von Geroldseck gehörig – oder 1335 als den Üsenbergern gehörig – erstmals erwähnt. 1426 kam Wagenstadt durch Heirat an die Grafen von Grafen von Moers-Saarwerden. Aus Pfändung und Kauf resultierte 1522 ein Kondominium badischer Herren und nassauischer Herren, bis das Dorf auf Drängen Kaiser Ferdinands II. 1629 komplett zur Markgrafschaft Baden-Baden kam. Folge dieser dynastischen war eine ungewöhnliche konfessionelle Komplexität.
1669 wurde Gleichberechtigung von Katholiken und Protestanten und gemeinsame Nutzung der Kirche vereinbart. 1741 wurde die Kirche unter Integrierung gotischer Teile neu erbaut, 1771 bis 1784 das Pfarrhaus. Die Simultannutzung der Kirche endete mit dem Bau einer evangelischen Kirche mit Gemeindezentrum 1972.
(Wikipedia 11/2014)
 
Bis ca. 1970
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Bis 2010
 
 
 
 
 
 
 
 
Seit 2011